Überwältigende Resonanz im Rheingau

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Die Kitzrettung Rheingau-Taunus will in diesem Jahr auch im Rheingau durchstarten – und hat dafür viele neue Helfer gewonnen. Zu einem Informationsabend in Oestrich-Winkel kamen am Donnerstag mehr als 70 Interessierte in die Weinstube Wingertsknorze. Weil der reservierte Raum sich als zu klein erwies, musste die Veranstaltung im Freien stattfinden.

„Mit einem so großen Ansturm hatten wir nicht gerechnet“, so der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Ralf Bachmann. Er erläuterte, wie die praktische Arbeit der ehrenamtlichen Tierschützer abläuft und wie Helfer bei der Rettung von Rehkitzen mitwirken können. Die Jungtiere werden von ihren Müttern in den Wiesen abgelegt und fliehen nicht, wenn das Gras gemäht wird.

Vor diesem grausamen Tod wollen die Aktiven die Kitze bewahren, indem sie das Muttertier dazu bewegen, das Kitz aus der Wiese zu führen. Dazu stellt der Verein am Abend vor dem Mähtermin Wildtierscheuchen auf, die am nächsten Morgen wieder entfernt werden. Für die direkte Suche unmittelbar vor der Mahd hat der Verein zwei mit einer Wärmebildkamera ausgerüstete Kopter, mit denen die Wiesen abgeflogen werden. Außerdem stehen tragbare Geräte mit Infrarotsensoren zur Verfügung.

Im Rheingau liegen die Jungtiere nicht nur in den Wiesen, sondern auch in den begrünten Rebzeilen. Dort werden sie beim Mulchen zum Opfer der Maschinen. Deshalb will der Verein jetzt auch die Winzer ansprechen und seine Hilfe anbieten.

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